Trondheim

Vergangene Woche haben wir das Brückentags-Wochenende genutzt, um eine Freundin in der norwegischen Stadt Trondheim zu besuchen. Das im Vergleich zu Stockholm kleine Städtchen (ca. 180 000 Einwohner) hat uns sofort mit seiner malerischen Lage am Trondheimsfjord zwischen den Bergen und dem gemütlichen Stadtzentrum richtig gut gefallen.

Das wechselhafte Wetter hat uns immerhin an ein paar Tagen richtig schönene Sonnenschein geschenkt, so dass wir gleich am ersten Tag gemütlich in der Sonne sitzen und am Samstag eine Wanderung mit Grillen am See machen konnten. Durchaus glücklich, denn eine Woche zuvor hatte es nochmals geschneit. Zeitgleich war auch noch Jazz-Festival in der Stadt mit einer ganzen Reihe toller und noch dazu kostenloser Konzerte.

Beeindruckend war auch das Preisniveau: Schon in Schweden kann man bei dem meisten ja nicht gerade von Schnäppchen sprechen – aber multipliziert man den schwedischen Kronenbetrag mit 1,5 erhält man den norwegischen Kronenbetrag. Dazu kommt dann noch der teurere Wechselkurs und schon rinnt einem das Geld nur so durch die Finger… Eine Dose lokales Bier im Supermarkt kostet z. B. 28 NOK, umgerechnet ca. 3,75 €, und das Maxi-Menü bei der Fastfood-Kette mit dem goldenen Buchstaben ganze 97 NOK bzw. knapp 13 €.

Dafür merkt man an anderen Stellen den Reichtum des Landes und dass einfach viel Geld für Sachen zur Verfügung steht, die anderswo knapp oder gar nicht finanziert werden. Dazu zählt nicht nur das tolle Jazz-Festival, auch viele Studenten- und Schülerrabatte sind prozentual deutlich größer als etwa in Deutschland und so richtig beeindruckt waren wir von den prächtigen und massiven Grillplätzen an den Seen.

Beeindruckend war aber auch schon der merkbar längere Tag. Am Freitag haben wir den Sonnenuntergang bei einem (dreistündigen) Spaziergang am Ufer genossen. Gemütlich nach dem Abendessen – die Sonne verschwand ja erst um 22.00 Uhr hinter den Bergen. Tageslicht bzw. Dämmerung war dann locker noch bis kurz vor Mitternacht. Bedenkt man, dass noch über einen Monat lang die Tageslänge zunimmt, darf man dort wirklich keine Probleme mit dem Schlafen bei Tageslicht haben…

Bilder gibt es natürlich wie immer in der Gallery.

Nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag über Schweden

Nachdem uns diese Woche eine fiese Grippe mit Fieber geplagt hatte, sind wir wieder einigermaÃ?en auf den Beinen und ich konnte mich dazu aufraffen ein paar Bilder hoch zu laden. Unter anderem obiges, das bei einer kleinen Wanderung auf dem Norra Järvafältet entstanden ist. Die Aufnahme entstand um 14:50 Uhr und zeigt nicht etwa den Sonnenuntergang (der lässt noch fast eineinhalb Stunden auf sich warten), sondern nur den typischen Sonnenstand — viel höher wird es einfach nicht! Inzwischen ist dieser übrigens bis auf 16:45 Uhr fortgeschritten, die dunkle Zeit also langsam überstanden. Auf ein bisschen Dunkelheit hoffen wir jedoch noch, denn nächstes Wochenende geht es nach Abisko und mit ein bisschen Glück gibt es vielleicht sogar Nordlichter zu bestaunen!