Erste Prüfung überstanden

Vergangenen Donnerstag, also vor einer Woche, hatten wir die erste Prüfung. Das Konzept ist hierbei etwas anders als in Deutschland: Statt Zeitdruck bekommt man Zeit im �berfluss, und man geht einfach wenn man glaubt dass es jetzt passt. In diesem Fall hatte man fünf ganze Stunden Zeit, die Klausur war aber durchaus in 90 Minuten lösbar und nach gut zweieinhalb Stunden mit Nachrechnen, Rumprobieren und Durchsehen habe ich dann auch abgegeben. Resultate stehen noch aus.

Dieses unterschiedliche Konzept sagt mir eigentlich recht gut zu: so hat man auch mal die Möglichkeit einen Ansatz auszuprobieren, etwas nachzuschlagen (Vorlesungsskript als Hilfsmittel war erlaubt) oder auch mal über eine Lösung nachzudenken. Das zeitkritische Rechnen in Deutschland begünstigt meist diejenigen, die gut auswendig lernen können. Hier sind die Bedingungen irgendwie realistischer. Sicherlich sollte man einiges von sich aus können, aber auch später wird man über Probleme nachdenken anstatt deren Lösung auswendig zu können.

Gerade eben fiel der erste Schnee…

…und hier in Lappis wurde er mit lautem Geschrei begrüÃ?t 🙂

Der erste Schneemann wurde bereits errichtet und vor allem internationale Studenten (vermutlich aus eher warmen Ländern) haben sich sofort mit dem anscheinend wenig bekannten Wei� fotografieren lassen.

Es wird Herbst

Die Sonne geht nun bereits vor halb sieben unter (eine halbe Stunde früher als in Nürnberg!), das Wetter ist nass und kalt – die letzten Sommerreste haben sich leider verabschiedet. Am Sonntag haben wir einen einigermaÃ?en trockenen Tag erwischt und konnten Tyresta mal bei gutem Wetter erleben. Die vielen Regentage zuvor haben zwar Spuren hinterlassen, aber die Wege dort sind mit reichlich Holzplanken verstärkt – man ist auf solches Wetter offensichtlich eingestellt. So konnten wir ein paar schöne Stunden im herbstlichen Nationalparks-Wald genieÃ?en, Fotos davon finden sich in der Tyresta-Gallerie.

Ganz Stockholm läuft

Was uns bereits ein Professor in Erlangen angekündigt hatte, dass die Schweden absolut fitnessverrückt sind, hat sich tatsächlich bestätigt – Radio Schweden schrieb sogar kürzlich, dass manische Fitnesssucht zunimmt. Dabei findet man allerdings meist andere Sportarten als in Deutschland, wo Jogger neben Inline Skatern, Skateboardern, Nordic Walkern usw. koexistieren. Hier trifft man fast ausschlieÃ?lich auf Jogger, hin und wieder auf Rollski und vor allem die jüngere Generation mit Skate- oder Longboard. Fitnessstudios finden sich ebenfalls an jeder Ecke, damit die Sportverrückten auch in den kalten und nassen Tagen ihrem Eifer nachgehen können. Nicht, dass irgendwelches Wetter jemanden von seiner täglichen Laufrunde abhalten könnte. Und so trifft man die Stockholmer zu jeder Tageszeit, bevorzugt in den vielen Parks, in Synthetikshirts und engen Hosen auf ihren Laufschuhen dahintrabend. Und mich hin und wieder auch. Und als ich am Freitag so unterwegs war und die Sonne so unterging ist dieses Foto entstanden.